MUSEUM IM ZEHENTSTADEL

Scherer-Galerie und Heimatmuseum Reischenau

Ehem. Gemeinde Lindach


Wappen

Das Gemeindewappen ist in Rot gehalten. Auf einem silbernen Berg mit vier Kuppen steht ein silberner Wolf. Silber und Rot stehen für das Domkapitel in Augsburg. Der silberne Wolf auf dem stilisierten Berg weist auf die Familie Fraß von Wolfsberg (Wolfsburg Steinekirch) hin.

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Ort

In einem zwischen 1036 und 1133 angelegten Güterverzeichnis findet sich eine erste Erwähnung unter dem Namen „Lintaha“, was soviel bedeutet wie „Siedlung am Lindenbestand“. Auch der Name „Linda“ und „Limpach“ taucht um 1750 auf.

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Um 1800 finden sich in Lindach 5 Hofgüter, 1 Wirtschaft, 3 Höfe, 2 Söldgüter, 12 Sölden, 3 Gnadenhäuser, 1 Haus, 1 Hirtenhaus.

Obwohl zwischen Lindach und Häder ein Moor lag, war es nach Häder „eingepfarrt“.

Den Besitz in Lindach verdankt das Domkapitel dem Laien Adalbero als Geschenk im 11. Jahrhundert, von dem aus es im 13. Jahrhundert Besitzungen in der Reischenau erwarb, so in Siefenwang, Stadel, Fleinhausen, Kutzenhausen und Ustersbach.

Am Bauernaufstand gegen den Schwäbischen Bund beteiligte sich auch der Lindacher Jacob Schmid, weswegen er am 10.4.1525 von Georg Truchsess von Waldburg, dem Hauptmann des Schwäbischen Bundes auf Geheiß des Kapitels unter der Zusameck enthauptet wurde.

Seit 1864 ist der Flurname nördlich von Lindach als Tragheimer Flur belegt. Der Ort Tragheim, der zwischen Lindach und Häder lag, wird 1296 urkundlich genannt. Heinrich Fraß von Wolfsberg im Besitze eines Gutes schenkte dieses dem Kloster Oberschönenfeld. Ebenfalls erwähnt wird Tragheim in einem Gerichtsbrief 1387, aus dem hervorgeht, dass nach dem Tode der Schwestern des Friedrich Burggraf von Zusameck zwei Tragheimer Höfe an das Kloster Oberschönenfeld fallen sollen. Die Siedlung wird letztmals 1459 erwähnt. Man hat sie vermutlich wegen der schlechten Bodenverhältnisse aufgelassen.

In einem Bericht über Lindach wird um 1750 von mittelmäßigem Feldbau, starkem Wiesenwuchs und Dickicht berichtet. Aus den eigenen Waldungen wurde das Holz nach Augsburg verkauft. Viel Flachs und Baumwolle wurde verarbeitet. Auch die Schafszucht ist angeführt.

Lindach Postkarte.jpg

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