MUSEUM IM ZEHENTSTADEL

Scherer-Galerie und Heimatmuseum Reischenau

Engertshofen


Gegen Ende des 16. Jahrhunderts stieg die eingewanderte Kaufmannsfamilie Schnurbein vor allem über den Seidenwaren-, Gold- und Silberhandel auf. Balthasar III. wurde 1697 geadelt. Durch Heirat wurden seine Söhne ins Patriziat aufgenommen. Nach dem Erwerb der Herrschaft Meitingen nannte sich die Famlie „Schnurbein von und zu Meitingen“. Im Jahre 1757 kaufte Markus III. von den Fuggern für 70.000 Gulden die Herrschaft Ettelried-Anried, zu der auch Engertshofen gehörte.

Adelige Grundherrschaften beherrschten ihre Orte bis zum Ende des alten Reiches 1806. Sie bestanden dann als Patrimonialgerichte erster Klasse meist bis 1848 weiter. Auf Grund dieser Sachlage unterstanden Ettelried, Anried, Uttenhofen, Engertshofen und Schönebach dem Gericht des Freiherrn Markus Schnurbein zu Meitingen.

Nach der alten Pfarrzugehörigkeit zu schließen, wurde der Ort von Fleinhausen aus besiedelt.

Aus der Zeit um 1750 erfahren wir von gutem Feldbau, gutem Wieswuchs und von guter Viehzucht. Auch Kern- und Steinobst gedieh bestens. Zu dieser Zeit wurde viel Flachs gesponnen und die gewirkte Leinwand nach Augsburg und Burtenbach verkauft.

Um 1800 finden wir in Engertshofen 3 Hofgüter und 4 Sölden.

Bereits im 15. Jh. wird von Wallfahrten aus Engertshofen über Grafrath nach Andechs berichtet.

Anried u Engertshofen1935.jpg

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